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Allgemeines zum Sammeln von Pilzen


Zuerst ein paar Grundregeln für`s Sammeln.

Oftmals sieht man Pilzsammler mit Plastiktüten durch den Wald laufen. Schlimmer geht es kaum noch. Pilze sind sehr empfindlich und verderben schnell. Eine Eiweißvergiftung wäre eine mögliche Folge. Bitte nur in Körben sammeln, wo die Pilze nicht gedrückt werden und Luft bekommen.
Die gesammelten Pilze möglichst schnell verarbeiten, am besten am selben Tag noch.
Pilze zum Essen und unbekannte Pilze niemals in einem Korb sammeln. Giftige  Teil könnten in die Pilzmahlzeit gelangen. Keine alten und schimmeligen Pilze sammeln. Mit Fremdschimmel auf Pilzen kann man sich auch  vergiften. Das Herausschneiden von schimmeligen Teilen muß unbedingt  unterlassen werden, weil der Schimmelpilz schon den Pilz komplett  durchzogen hat.
Wenn nicht unbedingt notwendig, Pilze möglichst nicht waschen sondern putzen.
Pilze schon grob im Wald säubern, dann spart man zu Hause viel Arbeit. Gute  Dienste beim Säubern im Wald leistet neben einem guten Pilzmesser ein  kleiner Pinsel (ideal ein Pilzmesser mit Pinsel).
Eingefrorene Pilze niemals auftauen, sondern gefroren in das Kochgeschirr geben.
Wer immer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte Pilze niemals roh  essen. Viele Pilze sind roh giftig oder ungenießbar. Zu einigen Arten  darf man auch keinen Alkohol trinken (z.B. beim Faltentintling)

Wenn man das  alles beachtet, hat man mit den gesammelten Pilzen hochwertige und schmackhafte Lebensmittel.

Herausdrehen oder abschneiden?

Einige Pilze (z.B. Stubbenpilze) kann man nur abschneiden. Ansonsten ist es egal, hauptsache man schädigt nicht das Myzel. Allerdings sollte man nur Pilze abschneiden, die man auch ohne Stielbasis eindeutig bestimmen kann. Unbekannte Pilze müssen möglichst vollständig gesammelt werden. Nur so ist eine nachträgliche Bestimmung möglich und sicher!

Wann wachsen Pilze?

Da gibt es nur eine Antwort: Pilze wachsen von Januar bis Dezember

Die Hauptwachstumszeit ist natürlich Spätsommer und Herbst. Günstiges  “Pilzwetter” vorausgesetzt, sind die Wälder voll mit Pilzen und Sammlern.

Und dann kommt der Winter mit den typischen Winterpilzen, Austernseitling, Samtfußrübling und Judasohr. Aber wenn der Winter sehr mild ist, kann man auch im Dezember noch “Herbstpilze” finden! Nur muß man darauf achten, daß die Pilze keinen Frost abbekommen haben.

 Im Frühjahr kommt dann die Morchelzeit. Aber auch die kleinen Fichtenzapfenrüblinge sind nicht zu verachten. Mairitterlinge sind schöne feste Pilze.

Dann geht es nahtlos in den Sommer. Pfifferlinge, Perlpilze, Kupferrote Gelbfüße, Körnchenröhrlinge, Sommersteinpilze .....................! Wer keine Pilze essen möchte, sondern Naturfreund oder Naturfotograf ist, der findet ganzjährig noch eine Riesenauswahl interessanter nicht essbarer Pilze!

Die schönsten Pilzfunde vom Jahr 2014 habe ich hier auf YouTube zusammengestellt! (klick hier)

Pilze kennenlernen

Am sichersten ist es, auf einer geführten Pilzwanderung neue Arten kennen zu lernen. http://ruegenpilze.de/Pilzberatung/pilzberatung.html

Mindestens zwei aktuelle Pilzbücher sollte man schon besitzen. Dann kann man besser vergleichen! Bei älteren Pilzbüchern ist einiges zu beachten, einige früher essbare Pilze sind nach neuen Erkenntnissen ungenießbar bis giftig. Bildvergleiche im Internet sind gefährlich, es gibt dort leider immer wieder Fehlbestimmungen.

Wer mehr über Pilze wissen möchte, dem kann ich diese Webseite empfehlen; http://www.123pilze.de/  Dort findet man wirklich fast alles über die Großpilze. Sogar eine gut bebilderte Suchmaschine gibt es.

Zecken

Zecken gibt es auf Rügen reichlich. Es handelt sich dabei um den Gemeinen Holzbock  (Ixodes ricinus). Leider kann der Holzbock gefährliche Krankheiten übertragen, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose. FSME ist allerdings sehr selten, eine Impfung wird zur Zeit noch nicht für unser Gebiet empfohlen. Häufiger ist die Borreliose und es gibt dafür keine Impfung. Also sollte man sich nach Waldwanderungen nach Zecken absuchen und möglichst schnell entfernen. Beim Entfernen darf die Zecke nicht zerquetscht werden, die Gefahr einer Infektion vergrößert sich dadurch. Wir haben uns für Waldgänge durch Gestrüpp “Anti-Zeckenhosen” gekauft. Die sind mit einem wirksamen Mittel imprägniert und die Zecken fallen einfach ab.

Speisepilz, Giftpilz und was noch?

Zwischen den Speisepilzen und Giftpilzen gibt es noch sehr viele Arten. Die Bewertung ist manchmal in Literatur und Internet sehr verschieden. So werden Arten als essbar, ungenießbar bis giftverdächtig beschrieben. Was soll der Sammler machen? Ganz einfach, die Pilze dort lassen, wo sie wachsen! Es gibt genügend gute Speisepilzarten. Aktuelle Listen findet man bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM). Zu den Listen bitte hier klicken!

Mehr über mein Sammelgebiet, die Insel Rügen

Hier noch einige Informationen über Rügen.

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