Die Großen

Ganz wichtig: Essbar heißt gut durchgegart, viele schmackhafte Pilze sind roh giftig!

Parasol, Riesenschirmpilz,(Macrolepiota procera)
Der größte und schönste Schirmpilz, ein sehr guter Speisepilz. Der Stiel muß genattert sein und der Ring muß lose und verschiebbar am Stiel sein. Frische Fruchtkörper sollten leicht nussig riechen. Ein Pilz, der nicht in ein Mischpilzgericht gehört. Er hat einen wunderbaren, leicht nussigen Eigengeschmack, den man nicht verfälschen sollte. Am Besten für die Küche sind frische, noch nicht ganz geöffnete Hüte. Der Stiel ist zu hart zum Essen, kann aber getrocknet werden. Gemahlen ergibt er dann gutes Pilzpulver.
Die Hüte schmecken mir persönlich paniert und in der Pfanne gebraten am Besten. Heiß serviert entfalten die richtig ihren guten Geschmack.
Ein paar frosten wir immer ein. Am Weihnachtsbraten z. B. verfeinern die dann die Soße.. Es gibt bei uns noch Varietäten vom Parasol, den Düsteren Riesenschirmling und den Rötenden Riesenschirmling. Das kann dem Speisepilzsammler egal sein. Die sind sehr schwer zu unterscheiden, schmecken aber alle sehr gut!
Riesenschirmpilze können manchmal auch ganz klein sein (Bild rechts). Aber alle Merkmale müssen stimmen, wie der genatterte Stiel und der verschiebbare Ring. Manchmal ist der Ring nicht verschiebbar, dann kann man probieren, ob der nur “angeklebt” ist. Einfach durchtrennen und schauen, ob er sich ablösen lässt!

Parasol (1)
Parasol (2)
Parasol (3)
Parasol_
Parasol 4

Safranroter Schirmpilz, (Macrolepiota rachodes),
läuft an Schnittstellen safranrot an (mal wenig oder auch mal extrem), Verschiebbarer Ring, essbar, im Laub- und Nadelwald ,kein Pilz für Anfänger, Verwechselungen mit dem Gift-Safranschirmling oder Gift-Riesenschirmling (Chlorophyllum venenatum, syn. Macrolepiota venenata) sind möglich. Keine Schirmlinge  mit extrem großen und stark abgesetzt gerandeten Knollen von extrem nährstoffreichen Böden (z.B. Kompost oder in Gewächshäusern) sammeln. Ich selbst konnte diesen (umstrittenen) Pilz noch nicht selber finden.

Safranroter Riesenschirmpilz  (2)
Safranroter Riesenschirmpilz  (1)
Safranroter Riesenschirmpilz  (3)
Safranroter Riesenschirmpilz  (4)
Safranroter Riesenschirmpilz  (5)

Jungfern-Riesenschirmpilz (Macrolepiota puellaris).
Spitze Schuppen auf weißem Untergrund und keine Rötungen • wächst auch zwischen den Safranroten Schirmpilzen • soll wohl auch essbar sein? • aber häufig gastrointestinale Beschwerden • im Nadelwald

Jungfern_Riesenschirmpilz (2)
Jungfern_Riesenschirmpilz (1)
Jungfern_Riesenschirmpilz (3)
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Sternschuppiger Riesenschirmpilz (Macrolepiota konradii), Essbar • hat den Namen “Sternschuppiger” durch das besondere Aufreissen der Hutoberfläche • er wird auch “als Grobscholliger” bezeichnet.

Sternschuppiger Riesenschirmpilz 1
Sternschuppiger Riesenschirmpilz 2
Sternschuppiger Riesenschirmpilz

Spitzschuppiger Schirmling (Lepiota aspera),
ungenießbar • hat viele ganz gedrängt stehende weiße Lamellen

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Rosablättriger Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites),  Nicht giftig aber auch kein Speisepilz. Für Laien leicht mit Knollenblätterpilzen, Champignons, weißen Ritterlingen und großen Schirmpilzen verwechselbar. Darum einfach keine weißen Pilze mit weißen Lamellen sammeln. Die Lamellen röten manchmal ein klein wenig, manchmal auch nicht. Der Deutsche Name ist nicht passend. Besser ist der Name Gemeiner Egerlingsschirmling. Den Pilz habe ich auf Wiesen, auf Rasen und an grasigen Wegrändern gefunden.

rosablättriger egerlingsschirmling
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