Pilzberatung

Alles über Pilzberatung in MV (inclusive einer Liste aller Pilzberater) findet man auf der

Webseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales

E.Berger

Ich persönlich kenne Eckhard Berger aus dem Ostseebad Binz.
Er ist mit Leidenschaft Naturfreund und Pilzberater.
 Viele Naturfreunde kennen Herrn Berger auch von Naturführungen und Pilzwanderungen im Naturerbezentrum Prora.

Aktuelles aus dem Jahr 2016:

Es wurden schon wieder essbare Champignons mit vermutlichen Karbolchampignons verwechselt!

Auch 2017 wurden schon wieder viele Karbolchampignons entdeckt!

 Was muß ich beachten, wenn ich Pilze zur Pilzberatung bringe?
-Pilze werden schon grob im Wald gesäubert!
-Bis zur Beratung werden Pilze kühl und luftig gelagert. Niemals in Plastiktüten!
-Pilze möglichst kommplett zur Beratung bringen. Der Stiel und die Stielbasis ist auch ein sehr wichtiges Bestimmungsmerkmal (z.B. bei den tödlich giftigen Knollenblätterpilzen und Gifthäublingen.)
Pilzberater werden immer aktuell geschult. Viele Menschen sammeln heute noch Grünlinge. Bei der Pilzberatung sind sie dann überrascht, daß der Pilz als Giftpilz aussortiert wird. Aber es ist wirklich so: der gern gesammelte Grünling ist jetzt ein Giftpilz. (Todesfälle in Polen und Frankreich)
Übrigens, Pilzberatung ist ein Ehrenamt. Der Pilzberater verdient nichts daran und für den Sammler ist es kostenlos! Ein DANKE sollte schon mal sein!
Wie wichtig Pilzberatung ist, zeigen die bundesweiten Fälle von Knollenblätterpilzvergiftungen. Auch giftige Röhrlinge gibt es. Auf Rügen gab es im Jahr 2013 eine Vergiftung mit Satansröhrlingen! Ein Krankenhausaufenthalt war nötig! Ebenso erging es 2014 einer Sammlerin. Sie hatte Giftchampignons gesammelt!
 

Im Naturerbezentrum in Prora werden Naturführungen angeboten. Unter anderem auch Pilzwanderungen. Dort finden wir auch Eckhard Berger wieder. In unterhaltsamer Art vermittelt er Grundwissen über Pilze an Pilzsammler und Naturfreunde. Es dreht sich nicht nur um Speisepilze, es werden auch interessante ungenießbare oder giftige Pilze vorgestellt. Ich war auf so einer Wanderung dabei. Viele Teilnehmer waren von der Artenvielfalt überrascht und was es alles darüber zu erzählen gab!

Naturerbezentrum
Auf gehts in den Wald

Vom Treffpunkt (Bild Oben) geht es dann in gemütlichem Tempo in die schönen Wälder. Laub und Nadelwälder werden aufgesucht um eine große Vielzahl Pilze zu zeigen.
Nebenbei werden noch die vielen Fragen rund um die Pilze beantwortet.
Zuletzt wird zur Sicherheit noch jeder Pilzkorb kontrolliert. Das macht viel Arbeit, aber muß sein!

 

Kontrolle1

Den interessantesten Fund im Jahr 2013 brachte ein Urlauberehepaar zur Pilzberatung. Es handelt sich um den Wolligen Scheidling  (Volvariella bombycina), einen sehr seltenen und schönen Pilz. Freundlicherweise stellten sie uns auch noch ein Fundbild zur Verfügung. Vielen Dank dafür!

Wolliger_Scheidling

Im Jahr 2014 gab es auch schon eine Pilzvergiftung auf Rügen. Herr Berger wurde hinzu gerufen, konnte    aber glücklicherweise leichte Entwarnung geben. Es waren keine Knollenblätterpilze, sondern   Giftchampignons (Bild rechts). Diese Pilzart hat sich auf Rügen stark verbreitet!. Gute Erkennungsmerkmale sind Karbolgeruch und starkes Gilben besoners an der Stielbass beim Anschneiden / Anfassen. Wenn diese Merkmale übersehen wurden, gibt es noch etwas, die Pilze stinken beim Erhitzen in der Pfanne!

Karbolchampignon

Auch 2014 gibt es wieder die Pilzwanderungen. Hier ein ganz seltener Fund, ein Einwanderer aus Australien und Neuseeland. Vermutlich sind die Sporen mit Schafe/Schafwolle eingereist. Der Tintenfischpilz (Clathrus archeri) ist ungiftig, aber stinkt nach Aas. Das lockt allerlei Tiere an, die dann die Sporen verbreiten. Einen Mistkäfer kommten wir schon beobachten.

Tintenfischpilz
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